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Neuordnung des CPS (Canon Professional Service)


  1. Hallo,

    wie es aussieht, strukturiert Canon den CPS um. Das ist die Quelle dazu:

    http://www.usa.canon.com/consumer/controller?act=StandardDisplayAct&fcategoryid=111&keycode=CPS

    Es werden wohl keine neuen CPS-Member mehr angenommen und auch alle bestehenden müssen sich anscheinend erneut einer Qualifizierung unterziehen. Zudem gibt es neben einer kostenlosen Mitgliedschaft unterschiedlich teure Premium-Mitgliedschaften (100 und 500 Dollar Jahresbeitrag), die entsprechende Vorteile bieten, insbesondere bei der schnellen Reparaturabwicklung, beim Zurverfügungstellen von Leihgerät und bei Nachlässen auf Reparaturpreise.

    Ohne dass es explizit so gesagt wird, scheint es darauf hinzudeuten, dass Canon die bisherige Zugangspolitik grundlegend ändert und in Zukunft hauptsächlich danach fragt, ob man mit der Fotografie seinen Lebensunterhalt verdient oder nicht. Bisher war ja das einzige Kriterium, ob man auch genügend Profi-Gear beim Hersteller gekauft hat.

    Ich finde diesen Ansatz - wenn meine Interpretation sich bewahrheitet eigentlich sehr gut. Klar, ich erhoffe mir, dass der CPS wirklich seinem Namen gerecht wird und nicht mehr von justierungssüchtigen Amateuren verstopft wird. Auch die kostenpflichtigen Angebote, zumindest in der günstigeren Variante, fände ich absolut in Ordnung, wenn der Service entsprechend gut wird.

    Am besten finde ich, dass damit auch verbindliche Reparatur- und Antwortzeiten verbunden sein sollen und dass die Dauer eines Reparaturauftrages nicht mehr davon abhängt, ob im dforum gerade die Justierungswelle tobt oder nicht.

    Eure Meinung dazu würde mich interessieren.

    VG
    Christian

    vor 1 year veröffentlicht #
  2. Hallo,

    jetzt verstehe ich auch, warum meine neue CPS-Karte nur noch 1 Jahr gültig ist (früher waren das 5 Jahre).

    In Zukunft reicht es wohl nicht mehr aus, genug Produkte von Canon gekauft zu haben oder Profi zu sein. Wer einen entsprechend besseren Service in Zukunft braucht, entweder weil er beruflich darauf angewiesen ist oder aber, weil er meint, mit dem CPS-Status angeben zu wollen, muss zahlen.

    Damit werden die, die den Service nicht benötigen, darauf verzichten, was eigentlich eine gute Entwicklung ist.

    Andererseits greift Canon denen in die Tasche, die diesen Service beruflich brauchen. Neben der Eindämmung der steigenden CPS-Mitgliederzahlen also ein Weg für Canon, zusätzliches Geld einzunehmen. Und damit trifft es die Fotografen, die mit dem immer stärker werdenden Preisdruck auf dem Fotografenmarkt zu kämpfen haben.

    Gruß Omori

    vor 1 year veröffentlicht #
  3. Hm, warum sollen denn Profis etwas umsonst bekommen, was der Amateur nicht bekommt? Vielleicht gibt der Amateur genausoviel für seine Ausrüstung aus.

    vor 1 year veröffentlicht #
  4. AS

    Es geht wohl bei der Neustrukturierung eher darum die Fotografen zu unterstützen die wirklich von funktionierendem Equipment abhängen. Der Verdi Presseausweis funktioniert ja auch nur da ihn nur "richtige" Journalisten bekommen.

    vor 1 year veröffentlicht #
  5. Uns ist 4 Tage vor einem wichtigen und profitablem Termin eine der Mk3 abgeraucht. Da wäre mir egal was die Reparatur kostet, hauptsache schnell wieder in Gang gesetzt. So war es, trotz CPS, leider nicht möglich in so kurzer Zeit sie zu reaprieren, weil Olympiade, weil Rückrufaktion, weil weiß was ich was.
    Eine hyperschnelle Option sollte immer zur Verfügung stehen auch wenn dann villeicht doch hyperteuer.
    Gruß
    peter

    vor 1 year veröffentlicht #
  6. MT

    Ja, Piertuch, genau in diese Richtung soll sich das wohl entwickeln. Je mehr Leistung man möchte, desto teurer wird das.

    vor 1 year veröffentlicht #
  7. Ich muss ehrlich sagen, ich bin seit vielen Jahren CPS-Mitglied und habe diesen Status noch nie wirklich gebraucht. Gut, wenn etwas repariert werden muss, schicke ich es zum CPS und das geht dann auch innerhalb weniger Tage. Aber ich bin da eher der Sicherheits-Mensch: Ich habe selber (hoffentlich ausreichend) Reserve-Equipment. Selbst, wenn der Ersatz durch den CPS innerhalb von 48 Stunden kommt, wäre mir das zu langsam. Und auf einer großen Veranstaltung (Fußball-WM etc.), wo man sofort vom CPS Ersatz bekommt, weil die Jungs vor Ort sind, habe ich bisher noch nicht fotografiert.

    Von daher finde ich den Ansatz: Wer einen besonderen Service haben möchte bzw. dringend braucht, soll dafür bezahlen, gar nicht so verkehrt.

    vor 1 year veröffentlicht #
  8. Hallo,
    grundsätzlich begrüße ich die Entscheidung von CPS sehr.
    Eine Trennung beider Gruppen ist wirklich längst überfällig.
    Nur werde ich dafür als Profi nicht bezahlen, den eine aktuelle Steuernummer, eine Abrechnung der Radaktion/Agentur, oder ein Presseausweis sollte reichen, um den wirklichen Status CPS gegenüber zu klären. Vielleicht bin ich ein wenig voreingenommen, doch wird es stellenweise immer schlimmer mit den selbst ernannten Berufsfotografen, die bei Sportveranstaltungen auf der Rennstrecke stehen und schon bis in den Pressebereich vordringen.

    Am vergangenen WE bin ich auf der gesperrten Rennstrecke, fast über eine Hundeleine von einem fotografierenden Amateur gestolpert, der seinen Hund mit auf die Rennstrecke genommen hat und das Geschehen umringt von Profis fotografierte!

    Wenn diese selbst ernannten Profis, seitens Canon weiterhin diesen fragwürdigen Profistatus bekommen, stärkt dies doch nur deren Selbstbewusstsein, noch dreister bei Sportveranstaltungen aufzutreten.

    Und außerdem sind die CPS Mitarbeiter schon vollkommen ab genervt, durch die große Zahl der Amateure, die wegen jeder Kleinigkeit bei CPS anrufen.

    Gruß

    vor 1 year veröffentlicht #
  9. "Am vergangenen WE bin ich auf der gesperrten Rennstrecke, fast über eine Hundeleine von einem fotografierenden Amateur gestolpert, der seinen Hund mit auf die Rennstrecke genommen hat und das Geschehen umringt von Profis fotografierte!"
    Das heisst ja nicht zwangsläufig, dass dieser "Kollege" auch CPS-Mitglied ist.

    Aber im Prinzip hast Du ja recht: was da manchmal für Pressevertreter rumlaufen, denen man schon vom Weiten ansieht, dass sie nur so aus Spass Bilder machen und sich nicht zu benehmen wissen ("Ich von der Presse - lassen Sie mich durch!") - das ist schon beschämend.

    Allerdings darf man auch eines nicht vergessen: kleinere Zeitungen lassen vermehrt ihre schreibenden Redakteure auch gleich die Bilder erstellen. Denen kommt es nicht auf Qualität an - hauptsache ein Foto, hauotsache scharf - fertig. Kann also auch durchaus sein, dass Du auf so einen Kollegen getroffen bist.

    Allerdings muss ich auch immer wieder den Kopf schütteln, wenn ich bei eBay lese: "Verkauf wegen Hobbyaufgabe" - und dann stehen da 1D MkII; 2,8/400 und 2,8/300 zum Verkauf. Manch ein Profi kann sich sowas nicht leisten.

    vor 1 year veröffentlicht #
  10. @Doug
    Zitat: „Das heisst ja nicht zwangsläufig, dass dieser "Kollege" auch CPS-Mitglied ist. „
    -----------------

    Natürlich hast du Recht, das eine schließt nicht zwangsläufig das andere mit ein!Es war ein wenig polemisch formuliert und zu allgemein gehalten. Bei Sportveranstaltungen ist es meist notwendig sich akkreditieren zu lassen und man bekommt am Tag der Veranstaltung einen Ausweis und eine Media-Weste ausgehändigt. Das soll allen Beteiligten Hilfskräften, wie Order, Polizei sofort signalisieren, dass man das mitten auf der Straße auch wirklich stehen darf. Deshalb finde ich, dass hier außer die Geladenen keiner was zu suchen hat.Das ist erstens sehr gefährlich für die Sportler und behindert die Presse. Um aber jetzt nicht ganz vom Thema ab zu driften, worin es ja um die CPS ging, finde ich eine Trennung beider Gruppen sehr begrüßenswert. Denn nicht nur bei öffentlichen Sportveranstaltungen, wird die Presse schon von Amateuren behindert, sondern auch bei CPS.

    Mit freundlichem Gruß EJBO

    vor 1 year veröffentlicht #
  11. Ich habe mich gestern (endlich) wieder beim CPS angemeldet. Auf der englischen Seite von CPS. Nachdem ich den Marathon der Anmeldung hinter mir hatte, bekam ich eine Mail, "Herzlich Willkommen" usw. In sechs Wochen ungefähr soll die CPS-Membercard bei mir sein.
    Presseausweis wurde nicht abgefagt, ebensowenig die Mitgliedschaft in einer Fotografenvereinigung. Es kam mir alles so vor, wie ich es vor vielen Jahren bereits auch schon einmal durchlaufen hatte.

    Und der Newsletter kam natürlich sofort... ;-)

    vor 1 year veröffentlicht #

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