hi,
ich halte es so: alles, was über den "standard" hinaus geht, wird in rechnung gestellt - sowohl kameratechnisch, als auch lichttechnisch. mein "standard" sind 5d/ ds mk2 und eine blitzanlage mit 6 köpfen.
redaktionelle jobs mache ich mit der 5d, aufträge für bildagenturen oder werbliche jobs mit der ds mk2.
werbeagenturen haben manchmal klare vorstellungen über die geplante nutzung. wenn dann z.b. großformatige plakate im offset- oder tiefdruck angedacht sind oder der grafiker viel "fleisch" zum spielen möchte, reicht die ds mk2 nicht mehr. da miete ich dann entsprechend eine mk3 oder gleich ein digi-back dazu. das kommt direkt mit auf das angebot und war noch nie ein problem.
ich habe aber auch schon mit einem digiback gearbeitet, obwohl ich eigentlich nicht die hohe auflösung gebracht habe: wenn der autrag es bedingt, dass man outdoor mit der blitzanlage arbeitet. da ist der zentralverschluß einer hasselblad v oder h ein großer vorteil.
dazu kommen natürlich noch kosten für einen operator. in zukunft ich mache auch ausdrücklich auf die höheren bearbeitungskosten bei hohen auflösungen aufmerksam - das ist bei 50 oder 60 mpix sehr wichtig, da haben die 16bit daten schnell mal 300 oder 400 mb. da ist einfach der zeitaufwand bei der ebv deutlich höher - und wird natürlich in rechnung gestellt.
bei direktkunden ist das einfacher - ich sage ihnen, was sie mit den 16,7 mpix der mk2 oder den 12,8 der 5d werbetechnisch machen können und dann ist das meistens ok.
ich hatte bis jetzt noch keine probleme, zusätzliche ausrüstung in rechnung zu stellen - man muss halt erklären, warum es notwendig ist.
wichtig ist meiner meinung nach ein hinweis auf dem angebot. ich schreibe z.b. :
aufnahmeformat: digital/ 16,7 mpix, offset-druckbar bis din a3
das geht natürlich von den 300 dpi eines 60er rasters aus - eine vergleichsgröße, die vielen ad's, cd's oder grafikern geläufig ist. das in der realität auch größere formate möglich sind (anhängig vom motiv lassen sich ds mk2- daten auch mit geringerer auflösung deutlich größer drucken - digital sowieso. da habe ich letztes jahr von 5d- daten wahlplakate in 18/1 drucken lassen, null problemo)
sorry, ein ellenlanger post.....
viele grüße aus dem herbstlichen rhein-main-gebiet
olaf
nachtrag: hallo omori,
zu deiner zweiten frage. ich denke nicht, dass man als fotograf am verwendeten kameratyp beurteilt wird, sondern an erfahrung und gestalterischem background. die wenigsten kunden können die unterschiede zwischen einer ds mk2 und einer ds mk3 wirklich beurteilen.
wenn doch mal einer fragt: "...warum nimmst du nicht die neue xyz 3000", kann man ja ggfs. erklären, warum.
vor 1 year veröffentlicht
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