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Fotografenausbildung für Familienväter/Mütter Möglich?


  1. Hallo Leute,

    In Anlehnung des letzen Themas "Online Fotokurs..." habe ich einige Fragen. Da ich Hauptverdiener (Angestellter im Schichtbetrieb) und Vater bin, habe ich keine Möglichkeit eine klassische Lehre oder ein Studium an der Uni. zu machen. Dennoch möchte ich das Handwerk der Fotografie gerne Richtig und Praxisnah erlernen.
    Leider habe ich noch keine guten Lösungen gefunden. Die einzige mir bekannte Möglichkeit währe ein Fernstudium. Denn das hat den Vorteil der freien Zeiteinteilung. Allerdings zu lasten des direkten Kontaktes anderer Mitschüler oder Lehrer. Mal abgesehen das ich selber kein Vernünftiges Angebot (für zukünftige Profis) gefunden habe. Ich denke das bei einer solchen Ausbildung nicht nur das Fotografieren sondern auch Bereiche wie Marketing, Projektplanung usw. gehören.

    Was muss ein Professioneller Fotograf, mal abgesehen vom fotografieren, wissen und lernen um erfolgreich eine Existenz zu führen?
    Wie kann ich dieses Wissen erreichen?

    Ich bin für jeden Vorschlag offen.

    MfG
    Daniel

    vor 1 year veröffentlicht #
  2. hallo daniel,
    ich möchte dir da deine motivation nicht nehmen - aber wie soll das funktionieren?
    das erlernen der grundlagen der professionellen fotografie ist in jedem fall ein fulltime-job, egal ob lehre, studium oder assistenz.
    ich kenne keine lösungen, wie man dies durch einen online-kurs oder ein fernstudium erreichen könnte. die technischen basics sind sicher auch "nebenbei", also am abend/wochenende lernbar. aber das eigentlich wichtige - die praxis, das zuschauen und mit- u. nachmachen, das kann nicht nebenbei laufen.

    da heißt es assistieren, assistieren und nochmals assistieren - und in jeder freien minute selber fotografieren.

    sorry, wenn ich keinen konkreten tipp für dich habe, vielleicht hat ja ein anderer user noch eine gute idee.

    dir auf jeden fall viel glück und weiterhin viel freude an der fotografie!

    olaf

    vor 1 year veröffentlicht #
  3. Hallo Daniel,

    allein die Art Deiner Fragestellung zeigt schon, dass Du ernsthaft und nicht blauäugig an die Sache herangehst. Ich glaube, dass es möglich ist, einen Beruf zu erlernen, obwohl man gleichzeitig in einem anderen Beruf arbeitet. Aber es ist sehr schwer, man braucht viel Energie und einen hohe Einsatz freier Zeit.

    Das Assistieren, das Olaf angesprochen hat, ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Du wirst es wahrscheinlich erst einmal sehr schwer haben, hauptberufliche Fotografen davon zu überzeugen, dass Du für sie assistieren kannst, obwohl Du zeitlich nicht sehr flexibel bist. Aber lass Dich nicht entmutigen, wenn Du das erforderliche Engagement zeigst, hast Du schon einmal ein wichtiges Argument für Dich.

    Die erforderliche betriebswirtschaftlichen Grundlagen kann man sich sehr gut aus Büchern oder dem Internet aneignen. Aber auch hier gilt: Ausdauer und viel Energie ist gefragt. Eben mal so auf den Nachtisch ein Business-Buch legen, reicht nicht aus.

    Die bekannten Fernlehrinstitute ils und sgd bieten zwar Fotografie-Kurse an, aber die scheinen sich eher an den Hobby-Fotografen zu wenden, von daher wirst Du Dir sehr viel selber zusammensuchen müssen.

    Also: Suche Dir einen guten Fotografen und biete ihm an, für ihn zu assistieren. Und in den Arbeitspausen kannst Du ihn dann ausquetschen und mit Fragen löchern.

    vor 1 year veröffentlicht #
  4. Da fällt mir die Geschichte von Jim Rakete ein, der in einem Interview erzählt hat, wie er Fotograf geworden ist:
    Er hat sich den besten Fotografen von Berlin gesucht und ihm angeboten, für ihn zu arbeiten. Er hat sich dann schnell so unentbehrlich gemacht, dass er sehr wertvoll für den Fotografen geworden ist.
    Und als dieser dann Jimi Hendrix oder die Who fotografieren sollte, hat er ihm gesagt, dass es auf den Konzerten doch ohnehin viel zu laut sei und gefragt, ob er nicht lieber gehen solle.
    Der Chef war sehr froh, und Jim Rakete hatte einen Fuß in der Tür.

    Auch wenn das natürlich nur eine sehr verkürzte Sicht der Dinge ist, gibt es eine wichtige Anregung, wie er gehen könnte.

    vor 1 year veröffentlicht #
  5. Danke für die Antworten.
    eines Vorweg. Mir ist klar das es Bereiche gibt die nur durch Praxis und Assistenz erlernt werden können. Das Fotografieren, die Tricks dabei, der Umgang mit dem Kunden, Models usw sind freilich nur durch Praxis lernbar. Da muss auch der Urlaub herhalten. Der kern meiner Frage war eher der Theorie gewidmet. Scheinbar habe ich das nicht deutlich herausgehoben.

    Die Angebotenen Fernstudis sind nur auf das Fotografieren ausgelegt. Welches wissen brauche ich noch zusätzlich?

    Omori schrieb:
    "Die erforderliche betriebswirtschaftlichen Grundlagen kann man sich sehr gut aus Büchern oder dem Internet aneignen."
    ____
    Welche sind das? Könnt Ihr mir da Empfehlungen für Bücher oder Webseiten geben?
    ____

    "Also: Suche Dir einen guten Fotografen und biete ihm an, für ihn zu assistieren."
    ____
    Ist hier im Forum ein Fotograf, im Bereich zwischen München und Salzburg, der mir eine Stelle als Assistent anbieten kann?
    ____

    "Und in den Arbeitspausen kannst Du ihn dann ausquetschen und mit Fragen löchern."
    Das mach ich doch gerade :-)

    Freue mich auf weitere Antworten.

    vor 1 year veröffentlicht #
  6. Hallo Daniel,

    ich glaube, dass man durchaus das "professionelle Fotografieren" nebenberuflich bis zu einem gewissen Grad erlernen kann. D.h., dass man sich die Grundlagen und auch die fortgeschrittene Anwendung fotografischer Technik und Stilistik selbst beibringen kann und auch zu einer gewissen Meisterschaft entwickeln kann.

    Eine der wichtigsten Fragen auf diesem Weg ist: welche Art von Fotograf will ich überhaupt sein oder werden?

    Allerdings denke ich auch, dass ab einem gewissen Punkt diese nebenberufliche Entwicklung stagniert und nach mehr verlangt: nach Praxis, nach echten Kunden, nach echtem Einsatz.

    Und dann muss man sich entscheiden, ob man Nebenberufsfotograf sein möchte (z.B. im Bereich Stock, Hochzeiten o.ä.), oder ob man Vollprofi werden möchte.

    Zum Thema Assistenz: Ich kann mir kaum vorstellen, wie das nebenberuflich funktionieren soll. Fotografen fotografieren meistens während der Geschäftszeiten, nicht unbedingt am Sonntag. Wie soll das gehen?

    Als ich mich vom Amateur in den Profi-Bereich hineingetastet habe, hatte ich das Glück, schon selbständig zu sein, d.h. ich konnte unter der Woche flexibel agieren. Das ist sicherlich eine wichtige Voraussetzung.

    Da ich selbst ein self-made-Fotograf bin, glaube ich an die Kraft des Sich-selbst-neu-Erfindens (http://www.fotografr.de/foto-business/vom-fotoamateur-zum-profi). Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich entscheiden muss: für den alten oder für den neuen Beruf.

    VG
    Christian

    http://www.christianahrens.de

    vor 1 year veröffentlicht #
  7. hallo
    es gibt in bochum ein institut für ein wochenendstudium.
    http://www.ibkk-kunstzentrum.de/index.html
    vielleicht ist das etwas für dich.
    hat jemand erfahrung damit?
    lge

    vor 1 year veröffentlicht #
  8. >>Eine der wichtigsten Fragen auf diesem Weg ist: welche Art von Fotograf will ich überhaupt sein oder werden?<<

    Da habe ich mich noch nicht festgelegt. Diese Frage möchte ich durch die Praktika klären, Ich würde gerne Assistent bei verschiedenen Fotografen sein, um so in den verschiedenen Bereichen etwas Einblick zu bekommen.

    >>Zum Thema Assistenz: Ich kann mir kaum vorstellen, wie das nebenberuflich funktionieren soll. Fotografen fotografieren meistens während der Geschäftszeiten, nicht unbedingt am Sonntag. Wie soll das gehen?<<

    Das ist das Schwierige. Da bleibt mir nur mein Urlaub und Überstunden ab zu bauen. Maximal 3 Wochen am Stück währen möglich.

    >>Da ich selbst ein self-made-Fotograf bin, glaube ich an die Kraft des Sich-selbst-neu-Erfindens (http://www.fotografr.de/foto-business/vom-fotoamateur-zum-profi). Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich entscheiden muss: für den alten oder für den neuen Beruf.<<

    Deinen Artikel mus ich mir noch durchlesen. Mein Ziel ist es diesen Punkt zu erreichen. Aber das setzt, wie ihr das schon gesagt habt, Erfahrung und eine klare Vorstellung von dem voraus, welchen Kundenkreis ich bedienen möchte.

    >>hallo
    es gibt in bochum ein institut für ein wochenendstudium.
    http://www.ibkk-kunstzentrum.de/index.html
    vielleicht ist das etwas für dich.
    hat jemand erfahrung damit?
    lge<<

    Danke für den Link. Diese seite werde ich mir genauer ansehen.

    vor 1 year veröffentlicht #
  9. Hmm
    ich habe jetzt die Antworten nicht gelesen...

    aber es gibt doch Fernstudien, google doch mal. Das sind ca 8 Wochenstunden und geht ca ein Jahr.

    Dann hat man wenigstens schon mal gute Grundlagen usw.

    Ich würde das auch gern machen habe aber nicht das Geld dazu.

    LG

    vor 1 year veröffentlicht #
  10. hallo fotokije,
    fernstudiengänge für professionelle fotografie?
    ich kenne keine, vielleicht hast du ja einen konkreten tipp - googeln bringt jedenfalls keine adäquaten ergebnisse - der erste eintrag (http://www.fotografie-studium.de/fernstudium/) weißt schon darauf hin, dass es keine geeigneten möglichkeiten gibt.;-)
    es sein denn, man möchte ein fernstudium im bereich hobby-fotografie machen.

    hallo daniel,
    um noch ein mal auf deine fragen zurück zu kommen - ich sehe als einzige möglichkeit ein praktikum bei einem fotografen während deines urlaubs. die daran sinnvollerweise anschließende assistenz dürfte schwierig werden, wenn du zeitlich nicht unter der woche zur verfügung stehst - da muss ich christian absolut recht geben.
    aber vielleicht musst du dann auf die assistenzzeit verzichten und dich sozusagen selber ins kalte wasser werfen. kleine, einfache aufträge....pressefotografie am wochenende, eventfotografie.....dabei dann erfahrung sammeln. versuche doch mal einen kontakt zur örtlichen zeitungsredaktion zu machen.
    du wirst so allerdings kaum in bereiche wie werbe- oder modefotografie reinkommen.
    aber die fotografischen sujets sind sehr vielfältig, vielleicht findest du eine andere richtung, die dir gefällt und die auch genügend aufträge generiert.

    viel erfolg!

    sonnigen gruß
    olaf

    vor 1 year veröffentlicht #
  11. Ich hatte mal ein Angebot von der Hamburger Akademie, aber es aus Kostengründen nicht gemacht.

    Aber es ist wohl anerkannt und man kann sich damit nachher wohl auch selbständig machen.

    Ist zumindest ein Anfang für jemanden der sonst VOllzeitarbeitet.

    Und wenn man dann damit einsteigt hat man evtl irgendwann die Zeit zu erweitern.

    Ich kenne einen der hat gar keine Ausbildung gemacht und verdient seine Brötchen damit.

    vor 1 year veröffentlicht #
  12. hallo fotokije,
    was bedeutet denn anerkannt?
    falls du in hamburg die heinz-bindseil-akademie (aph) meinst - die gibt es nicht mehr.

    selbstständig machen als fotograf kann man sich seit der reform der handwerksordnung auch als autodidakt völlig problemlos. auch früher gab es dazu diverse "schlupflöcher".

    nochmal zum thema "fernstudium": mir hat vor jahren der sohn von freunden mal die unterlagen des ILS zum thema fotografie gezeigt und mich um meine meinung gefragt.....die inhalte waren auf vhs-fotokurs-niveau....völlig untauglich für einen beruflichen alltag.

    viele grüße
    olaf

    vor 1 year veröffentlicht #
  13. nein ich meine eine andere Akedemie, von der hatte ich nämlich letze Woche noch Post, die heisst einfach nur Hamburger Akademie.

    Es gibt da auch andere verschiedene.

    Ja es mag von Niveau her noch nicht so viel sein, aber wenn man was nebenbei erst mal anfangen will ist für die Leute erst mal wichtig was in der Hand zu haben, und so kann man anfangen. und nachher mehr draus machen

    vor 1 year veröffentlicht #
  14. hi,
    und genau da habe ich meine zweifel. für die fotografisch/technischen basics braucht man kein fernstudium für teuer geld....und wenn sich das thema bildgestaltung auf die erläuterung des "goldenen schnitt" beschränkt, sehe ich auch da keinen "nährwert". da sind ein paar ordentliche fotobücher und ein vhs-kurs ebenfalls zielführend.

    daniel fragt nach ausbildungsmöglichkeiten im hinblick auf professionelle fotografie.
    das wären z.b. infos zum thema "gestalten mit licht", korrekte materialdarstellung in der produktfotografie, richtiges farbmanagement im hinblick auf die anforderungen der druckvorstufe, organisation und abwicklung von fotoproduktionen, kalkulation im hinblick auf kosten und zeitaufwand, umgang mit finanzamt, berufsgenossenschaft, handwerkskammer oder künstlersozialkasse, korrekte verzollung von fotoequipment für auslandsproduktionen, fotorecht, selbstdarstellung und präsentation als fotograf, wie aquiriere ich richtig, angesagte fotografische stile und trends, etc., etc., etc..........

    diese inhalte sind nicht teil eines fernstudiums (werden leider teilweise nicht mal in einem klassischen hochschulstudium gelehrt). sollte sich da in den letzten jahren etwas geändert haben, lasse ich mich gerne überzeugen. die ILS- unterlagen, die ich vor ein paar jahren gesehen habe, waren jedenfalls echt grottig, völlig veraltet und hatte nichts mit einem professionellen fotografenalltag zu tun.

    beste grüße
    olaf

    vor 1 year veröffentlicht #
  15. Hallo,

    also diese ganzen Rechtlichen Sachen, wie Umgang mit dem Finanzamt, Steuer Berufsgenossenschaft etc, die haben ja viele schon als Grundlagen gelernt.
    Ich selber habe zum Beispiel auch nen GEwerbeschein und musste mir da auch einiges selber aneignen...

    Inwieweit was im Fernstudium ein Thema ist kann ich natürlich nicht genau sagen, da ich es ja nicht mache....

    aber erkundigen kann man sich da ja.

    vor 1 year veröffentlicht #

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